Wolgazander erobert Niedersachsen

Der Wolgazander ist kleiner als der heimische Zander und stammt aus dem Osten Europas. Der invasive Raubfisch kommt inzwischen nach Angaben des Anglerverbandes Niedersachsen (AVN) im Mittellandkanal, in der nördlichen Elbe, der Unterweser und dem Elbe-Seitenkanal vor..

Lecker und keine Gefahr für heimische Arten

Experten gehen davon aus, dass der Wolgazander keine Gefahr für den heimischen Zander oder andere Raubfische darstellt. Der Süßwasserfisch gilt als delikat und im Internet finden sich zahlreiche Rezepte und Zubereitungsarten für den Wolgazander. Der niedersächsische Anglerverband empfiehlt Anglerinnen und Anglern, Wolgazander „bei einer sinnvollen Verwertungsmöglichkeit“ zu entnehmen, auch wenn sich eine weitere Ausbreitung vermutlich dadurch nicht verhindern lasse.

Niedersächsische Fischereigesetz wurde geändert

Das Niedersächsische Fischereigesetz wurde geändert, um eine neue Aalverordnung zu erlassen 

und die Binnenfischereiordnung grundlegend zu novellieren.

Am 15. Dezember 2025 hat der Niedersächsische Landtag ein Gesetz zur Änderung des 

Niedersächsischen Fischereigesetzes verabschiedet. Diese Änderungen ermöglichen die Einführung 

einer neuen Aalverordnung sowie eine umfassende Überarbeitung der Binnenfischereiordnung. 

Die Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara OtteKinast, betonte, 

dass diese Maßnahmen notwendig sind, um bestehende Umsetzungsdefizite der europäischen

Aalverordnung zu beheben und die rechtlichen Anforderungen an die Fischerei in Niedersachsen 

zu aktualisieren.